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Souvenirs aus dem ElsassSouvenirs aus dem Elsass: Was bringt man aus Ribeauvillé mit?
Bretzel, Storch, Mannele, Kelsch, Herzen und Kougelhopf: Hinter jedem Elsass-Souvenir steckt eine Geschichte. Ein kleiner Ratgeber für ein Geschenk mit Sinn, von einem Laden in der Grand'Rue.

„Wir suchen ein Souvenir aus dem Elsass, aber etwas Echtes.“ Diesen Satz hören wir zehnmal am Tag in der Poterie du Terroir, unserem Souvenirladen in der Grand'Rue 33 in Ribeauvillé. Die gute Nachricht: Die elsässischen Symbole sind keine Erfindung für Touristen. Jedes hat seine Geschichte, oft eine sehr alte. Hier ist sie, zusammen mit unseren Ideen für jeden Geldbeutel.
Töpferwaren aus Soufflenheim: das Souvenir, das man benutzt
Das ist unsere Spezialität und das langlebigste Souvenir aus dem Elsass: ein Stück, das im Norden der Region von Hand gefertigt wird und das man dreißig Jahre lang benutzt. Kougelhopf-Form (Gugelhupf), Baeckeoffe-Terrine (für den elsässischen Schmortopf), Auflaufform, Schale mit Herzen oder einfach eine Tasse: Alles kommt aus den Werkstätten Siegfried-Burger & Fils und Beck und trägt eine geschützte geografische Angabe, die die Herkunft garantiert.
Damit Sie richtig wählen, lesen Sie unseren Größenratgeber für Kougelhopf-Formen und die Geschichte der Töpferei von Soufflenheim.

Der Storch, der Glücksbringer
Das Wahrzeichen des Elsass schlechthin. Er bringt die Babys, schützt das Haus vor Blitzschlag – und wäre beinahe verschwunden: 1974 gab es in der Region nur noch neun Paare. Heute sind es mehr als 1 600, und man sieht sie auf den Türmen von Ribeauvillé. Als Plüschtier ist er das elsässische Geschenk zur Geburt überhaupt. Die ganze Geschichte steht in unserem Artikel über den Storch im Elsass.
Die Bretzel, das Zeichen der Bäcker
Ihr Name kommt vom lateinischen bracchium, „Arm“: Die Form erinnert an zum Gebet verschränkte Arme. Man findet sie schon im frühen Mittelalter in den Klöstern, und sie ist im Hortus deliciarum abgebildet, der berühmten Handschrift vom Odilienberg aus dem 12. Jahrhundert. Im ganzen Rheinland wurde sie zum Zunftzeichen der Bäcker. Als Magnet, als Kissen oder als Christbaumschmuck ist sie das kleine Souvenir, das zum Schmunzeln bringt.
Das Mannele, das Männchen zum Nikolaustag
Mannele im Unterelsass, Mannala bei uns im Oberelsass: Das ist ein kleines Hefegebäck in Form eines Männchens (in Deutschland als Weckmann oder Stutenkerl bekannt), das man am 6. Dezember, dem Nikolaustag, isst – am liebsten in heiße Schokolade getunkt. Der Brauch ist in der Region seit dem Mittelalter belegt. Sein Vetter, das Lebkuchenmännchen, ist zu einem der Maskottchen des Ladens geworden.
Der Kelsch, der karierte Stoff
Die roten oder blauen Karos, die Sie auf Tischdecken, Stoffherzen und Geschirrtüchern sehen, das ist der Kelsch. Das Wort kommt von kölnisch Blau. Aus Leinen, Hanf und später Baumwolle gewebt, diente er ursprünglich als Bettwäsche. Das Blau stammte vom Färberwaid, das Rot vom Krapp, der bei Haguenau angebaut wurde. Man erzählt sich, Rot sei katholisch gewesen und Blau protestantisch: eine hübsche Geschichte, aber die Historiker haben dafür keinerlei Beleg gefunden.
Das elsässische Herz
Auf Möbel gemalt, aus Fensterläden gesägt, in Ton geformt: Das Herz ist das am weitesten verbreitete Motiv der elsässischen Volkskunst. Ein Symbol für die Liebe und für den Schutz des Heims. Der Überlieferung nach zeigte ein in den Fensterladen gesägtes Herz an, dass im Haus eine heiratsfähige Tochter wohnte. Unsere Fassade ist voll davon – daran erkennt man uns übrigens in der Grand'Rue.
Hansi und die elsässische Bilderwelt
Die kleinen Elsässerinnen mit der großen schwarzen Schleifenhaube, die verschneiten Fachwerkdörfer, die Gänse und die Störche: Diese Bilderwelt verdankt viel Hansi, mit bürgerlichem Namen Jean-Jacques Waltz, 1873 in Colmar geboren. Der Zeichner und Karikaturist, leidenschaftlich frankophil in der Zeit, als das Elsass deutsch war, wurde 1914 zu einer Gefängnisstrafe verurteilt und floh nach Frankreich. Seine Bilder zieren bis heute Dosen, Geschirrtücher und Postkarten.
Der Kougelhopf zum Mitnehmen … samt Form
Der Kuchen verträgt das Reisen nicht besonders gut. Die Form schon. Und die Legende vom Kougelhopf spielt ausgerechnet in Ribeauvillé: Die Heiligen Drei Könige sollen hier bei einem Zuckerbäcker namens Kugel untergekommen sein und ihm zum Dank einen Kuchen in Turbanform geschenkt haben.
Unsere Ideen für jeden Geldbeutel
| Budget | Ideen für Elsass-Souvenirs |
|---|---|
| Klein | Magnet, Postkarte, Christbaumschmuck, kleines Herz aus Kelsch-Stoff |
| Mittel | Tasse oder Schale mit Herzen, illustriertes Geschirrtuch, Plüschstorch, Schneekugel, elsässische Socken |
| Geschenk | Kougelhopf-Form, Krug, Auflaufform aus Soufflenheim, Schürze |
| Großes Geschenk | Baeckeoffe-Terrine, Hähnchen-Sombrero, passendes Töpfergeschirr-Set |
Wo kauft man Elsass-Souvenirs in Ribeauvillé?
Die Poterie du Terroir finden Sie in der Grand'Rue 33 in Ribeauvillé, an der Ecke, unter den Weidenherzen. Souvenirs aus dem Elsass und aus Ribeauvillé, Geschenke, Weihnachtsdeko und Töpferwaren aus Soufflenheim. Der Laden ist von März bis Dezember an sieben Tagen in der Woche von 10 bis 19 Uhr geöffnet, und Hunde sind herzlich willkommen.
Quellen: Wikipedia-Artikel „Bretzel“, „Mannele“, „Kelsch“ und „Hansi“, LPO Alsace, Stadt Ribeauvillé.